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Corona-Ersthilfe

Überbrückungshilfe wegen Coronakrise können Sie auch über Ihren Anwalt beantragen

Die Steuerberater sind gerade erheblich belastet und Arbeiten "am Anschlag". Neben den laufenden Fällen – für die ein Steuerberaterbüro normalerweise ausgelegt ist – müssen nun auch die Überbrückungshilfen zusätzlich beantragt werden. Dies hat der Gesetzgeber nun veranlasst, nachdem bei der 1. Runde der Überbrückungshilfen diese missbräuchlich beantragt wurden.

Diese zusätzliche "Hürde" führt allerdings dazu, dass kaum Hilfen geflossen sind. Von den 25 Milliarden wurde nur ein kleiner Bruchteil abgerufen. Eine Erklärung hierfür könnte der "Flaschenhals" bei den Steuerberatern sein.

Der Antrag kann aber auch durch einen Anwalt erfolgen. Das Problem dabei: Er braucht die notwendigen Unternehmenszahlen, um hier Voraussetzungen zu prüfen und gegenüber der Antragsstelle zu versichern.

Sofern er diese erst vom Steuerberater anfordern muss, führt dies wieder um nicht zu einer Entlastung. Wenn aber der betroffenen Unternehmer seine Zahlen zur Verfügung hat, kann auch sein Anwalt für ihn handeln und den Antrag stellen.

Das wichtigste dazu noch einmal zusammengefasst:

  1. Höchstbetrag: 50.000 € pro Monat
  2.  Förderphase 1: Juni bis August 2020 (Antragsfrist endete am 30.09.2020)
  3. Förderphase 2: September bis Dezember 2020 (Antrag ab Oktober)
    für diese 2. Förderphase wurden die Bedingungen noch einmal gelockert und verbessert:
    • a) Zum Umsatzeinbruch:
      entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten
      oder
      einen Umsatzeinbruch von mindestens 30% im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum
    • b) Ersatzlose Streichung der KMU-Deckelungsbeträge von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro in Abhängigkeit von der Anzahl der Angestellten.
    • c) Fördersätze.

Künftig werden erstattet:

  • 90% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzeinbruch (bisher 80% der Fixkosten),
  • 60% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50% und 70% (bisher 50% der Fixkosten) und
  • 40% der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30% (bisher bei mehr als 40% Umsatzeinbruch).

Die Personalkostenpauschale von 10% der förderfähigen Kosten wird auf 20% erhöht.

Bei der Schlussabrechnung sollen künftig Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen.

Wenn Sie also alle Zahlen prüffähig zur Verfügung haben, können wir den Antrag für sie auch stellen.
Die dafür anfallenden Kosten werden Ihnen die Gesamtrechnung mit einbezogen, so dass ein wesentlicher Teil der von ebenfalls durch die Überbrückungshilfe gestattet wird. Es bleibt aber ein Eigenanteil. Die Höhe der Vergütung richtet sich nach der Höhe der Überbrückungshilfe.


Arnim Kunzenbacher
Arnim Kunzenbacher

Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht

Kanzlei Gunkel, Kunzenbacher & Partner
Detmolder Straße 120a |33604 Bielefeld

Telefon: 0521 / 13 69 987
info@gunkel-partner.eu


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